Jochen Cornelius-Bundschuh aus Karlsruhe, ist vor wenigen Wochen als Bischof der Evangelischen Landeskirche Baden/Deutschland (der Nachbarkirche ennet dem Rhein) in den Ruhestand getreten. Er hat das Amt acht Jahre ausgeübt und nun an die Nachfolgerin übergeben.

Er hat sich stark in der Vorbereitung der Weltversammlung des Oekumenischen Rates der Kirchen engagiert, die Anfang September in Karlsruhe stattfindet, in einer Situation, in der der Krieg in der Ukraine, der Klimawandel, die Pandemie unsere Gesellschaften, aber auch viele Menschen persönlich verunsichert. Nicht nur die Weltgemeinschaft, auch die Gemeinschaft der Kirchen sind zerrissen. Wie kann der Glaube da Hoffnung stiften, zur Freiheit ermutigen, die Verantwortung füreinander stärken?

Jochen Cornelius-Bundschuh war vor seiner Bischofstätigkeit theologischer Lehrer und Ausbildner, zuletzt an der Universität Heidelberg.

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

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Mittwoch, 5. Oktober 2022, 19 Uhr

Petra Ivanov gehört zu den bekanntesten Kriminal-Autorinnen der Schweiz. Vor allem ihre Reihe mit der erfolgreichen Staatanwältin Flint und dem so eigenwilligen wie interessanten Kriminalisten Cavalli hat unzählige Leser:innen gefunden. Dadurch, dass Flint und Cavalli privat eine sehr komplizierte Partnerschaft führen, gibt es immer noch eine weitere Ebene, die sich durch ihre Bücher hindurchzieht. Daneben schreibt sie Jugendbücher und an einer zweiten Reihe mit einem anderen Fahnder-Paar. Mit ihren fundiert recherchierten Romanen greift sie höchst aktuelle Grundfragen der Gesellschaft auf und diskutiert diese im Rahmen einer spannenden und oft «atemberaubenden» Geschichte…

Petra Ivanov wird auch den einen oder anderen Einblick in ihre «Werkstatt» ermöglichen und so Anteil geben am Entstehungsprozess ihrer Arbeit. Ihre Bücher werden aufliegen.

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

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Freitag 28. Oktober 2022, 19 Uhr (1. Teil)

Sergio Devecchi wurde seiner jungen Mutter kurz nach der Geburt weggenommen und in ein (christliches) Kinderheim gebracht, im Rahmen einer damals weitherum angewandten Fürsorgerischen Zwangsmassnahme FSZM. Die ganze Zeit hindurch bis zu seiner Ausbildungsphase verbrachte in verschiedenen Heimen. Danach wurde er – Heimleiter! Zuerst baute er das „Bellevue“ auf, ein Heim für junge Frauen in Altstätten/Rheintal, dann übernahm er die Leitung der Schenkung Dapples in Zürich. Erst an seiner Pensionierungsfeier vernahmen die Anwesenden von seiner lebenslangen «Heimkarriere».

Sergio Devecchi hat ein Buch geschrieben über sein Leben und wie er mit den Kinder- und Jugenderfahrungen umgegangen ist. DAs Buch wird an der Veranstaltung aufliegen. Zudem ist er einer der Protagonisten im Film «Hexenkinder» (2020).

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

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Otto Brändli einerseits und Katharina Hoby und Andrea Marco Bianca anderseits haben zwei ganz unterschiedliche Bücher zur tieferen Bedeutung der Pandemie geschrieben. Gemeinsam ist ihnen, dass sie den unerwarteten und weitreichenden Stillstand des öffentlichen Lebens 2020 als Anstoss dazu genommen haben. Otto Brändli hat in seinem «Tagebuch» persönliche Gedanken und Assoziationen festgehalten, die ihn in jenen plötzlich unsicher gewordenen Wochen beschäftigt haben, auch im Zusammenhang mit der täglichen Lektüre in Medien und Büchern aus seiner Bibliothek. Andrea Marco Bianca hat im ersten Lockdown auf Facebook jeden Tag eine Corona-Schlagzeile mit einem Bibel-Vers verknüpft. Daraus ist das Buch «Hoffnungszeichen» entstanden. Zusammen mit seiner Frau Katharina Hoby hat er es Ende 2020 herausgegeben. Zu fünfzig Schlagzeilen aus ebenso vielen Tagen und ihnen beigeordneten kalligrafisch gestalteten Bibelzeilen haben fünfzig unterschiedlichste Persönlichkeiten ihre Gedanken zur Hoffnung in Krisenzeiten beigesteuert . Aus beiden Büchern werden Beispiele vorgelesen und in Gesprächen weitergeführt. Beide Bücher werden aufliegen. 1000 Tage nach Beginn der Pandemie wird weitergedacht – im Blick auf die gegenwärtige Situation und das, was die Welt möglicherweise erneut erleben kann und muss.

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

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Freitag, 18. November 2022, 19 UHR (2. TEIL)

Ursula Biondi wurde 1967 im Alter von 17 Jahren und im 5. Monat schwanger in die Frauenstrafanstalt Hindelbank weggesperrt, ohne eine Straftat begangen zu haben. Die Vormundschaftsbehörde hatte zu dieser „erzieherischen Massnahme“ gegriffen, weil Ursula sich in einen geschiedenen sieben Jahre älteren Mann verliebt hatte und minderjährig schwanger wurde. Was sie dort erlebte und erfahren musste, gab u.a. den Stoff für den Film «Lina» (2015). Seit anfangs 2000 hat Ursula Biondi sich sehr bald intensiv dafür eingesetzt, dass dieses dunkle Kapitel der jüngeren Schweizer Geschichte aufgearbeitet und öffentlich wird. Für ihr Engagement wurde ihr im Jahr 2013 vom Beobachter der „Prix Courage“ und von der Rechtswissenschaftlichen Fakultät der Universität Fribourg der Ehrendoktortitel, sowie im Jahr 2015 der „Anna-Göldi-Menschenrechtspreis“ verliehen. Im Gespräch auf Boldern wird sie auch von diesen Bemühungen und deren Folgen für unser Land sprechen.

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

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Matthias W. Fischer hat in seinem künstlerischen Schaffen eine Form gefunden, um schmerzhaften Erfahrungen sexualisierter Gewalt, die sich in sein Leibgedächtnis eingeschrieben haben, ein Ventil zu geben. Die Bilderwelt ist vielgestaltig. Sein zeigt sich im Ausdruck von Angst, Enge, Leere und Bedrohung. Und sie lässt immer auch Momente unaussprechlicher Weite erahnen. Neben den Bildern stellt Fischer Videoarbeiten und Installationen aus, die sich provozierend mit der Bigotterie klerikaler Selbstgefälligkeit auseinandersetzen. Boldern möchte mit dieser Ausstellung in einer so belasteten Zeit, in der Krieg und unbegreifliche Fluchtbewegungen und so nahe gekommen sind, einen Ort der Begegnung und des Austauschs entstehen lassen. Pavillon und Oase laden zum stillen Verweilen ein.

Daten für Führungen durch die Ausstellung auf Boldern: Daten folgen

Die Finissage findet am Sonntag, 27. November, 17.00 Uhr, auf Boldern statt.

Eintritt: CHF 20

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Thomas Ribi ist seit vielen Jahren Redaktor bei der «Neuen Zürcher Zeitung NZZ». Immer wieder fallen seine Artikel auf, da sie grundsätzliche Werte-Fragen unserer Gesellschaft thematisieren und auf sorgfältige und originelle Weise diskutieren. Jüngstes Beispiel ist «Freiheit herrscht dort, wo man Anstoss erregen darf». Ebenso anregend und weitgespannt hat er auf Seite 1 Festtagsüberlegungen geschrieben. Immer geht es dabei um die Gestalt der Schweiz im Blick auf die grossen kulturellen und politischen Umwälzungen, die Regierungen, wie Zivilgesellschaft zur Entwicklung von Umsetzungskonzepten für neue Ideen oder gar Visionen herausfordern. Den Rahmen dafür bilden die grossen Begriffe wie Neutralität, Gerechtigkeit, Rassismus, Gemeinschaft, Individualisierung, Digitalisierung, Globalisierung…Thomas Ribi ist es ein Anliegen, Zusammenhänge aufzuzeigen und gleichzeitig das grosse Ganze auf konkrete Situationen der Gegenwart zu beziehen. Im Gespräch wird er auch seine persönlichen Hintergründe für seine Arbeit skizzieren.

Eintritt: CHF 20

Veranstaltungsort: Hotel Boldern, Männedorf

Wir bitten um Anmeldung:


Meditation mit Taizé-Liedern in der Oase auf Boldern

Mittwoch, 16. November 2022, 19.30 bis 20.30 Uhr

Lyrik & Musik

Sonntag, 20. November 2022, 17.00 Uhr - SchülerInnen der Musikschule Männedorf und Gedichte


Die Arbeitsgruppe „Verbindlich leben“ lädt herzlich ein. Die Teilnahme ist kostenlos